Heimvolkshochschule
Die „Christdeutsche Jugend“ verstand sich als „Bildungsbewegung“. Neben dem gemeinsamen Leben bei Wanderungen und Freizeiten, dem Diskutieren, Feiern von Festen und der Verpflichtung auf gemeinsame Aufgaben und Ziele hatte die Bildungsarbeit einen hohen Stellenwert. Mit ihrem Bundesheim schuf sich die „Christdeutsche Jugend“ eine Bildungsstätte für ihre Gruppen aus ganz Deutschland. Mit ihrer vielfältig angelegten Bildungs- und Tagungstätigkeit in Hohensolms machte sie aber auch Angebote für junge Menschen, die nicht dem Jungendverband angehörten.
Einen großen Schwerpunkt der Bildungsarbeit nahm die „Heimvolkshochschule“ unter der Leitung des Hohensolmser Gemeindepfarrers Friedrich Wilhelm Petri ein. Die dort angebotenen meist mehrmonatigen Kurse richteten sich in der Regel an junge Erwachsene insbesondere an junge Frauen. Neben den regulären Kursen wurden später auch spezielle „Erwerbslosenlehrgänge“ für junge Männer angeboten.
Ein eigenes Lehrerkollegium wollte den jungen Menschen, bei gemeinsamem einfachem Leben auf der Jugendburg, vor allem „Reifehilfe“ und Sicherheit für persönliche Lebensentscheidungen bieten. Aus dem Geist des Christentums sollten sie in persönlicher Reife zu gesellschaftlicher Verantwortung hingeführt werden. Zum Unterricht gehörten neben sozial- und arbeitspolitischen sowie berufskundlichen Themen auch Fächer wie Deutsch, Geschichte, Staatsbürgerkunde, Religion und vor allem allgemeinbildende Angebote in Theorie und Praxis.